Flaniermeilen in Kreuzberg

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Wer Berlin besucht, sollte sich einen Abstecher in den bekannten Ortsteil Kreuzberg nicht entgehen lassen. Das Viertel verfügt über zahlreiche sehenswerte Straßen, die zum Flanieren einladen. Dabei hat Kreuzberg nicht nur sehenswerte Häuser und alternativen Einfluss zu bieten, sondern auch idyllische grüne Bereiche.

Oranienstraße

Zu den bekanntesten Straßen des so genannten alternativen Kreuzbergs zählt die Oranienstraße, die im Herzen von Berlin liegt. Der Besucher findet dort eine Vielzahl an türkischen Läden, Trödelläden, Modegeschäften und Cafes, die sich aneinander reihen. Als besonders sehenswert gelten die Fassaden der Innenhöfe der Häuser Nr. 25 und Nr. 183.

Gitschinerstraße

Ebenfalls einen Abstecher wert ist die Gitschiner Straße im Ostteil von Kreuzberg. Der Ostteil des Viertels erlangte vor allem dadurch Bekanntheit, dass er während der Teilung Berlins an drei Stellen von der 1961 errichteten Mauer umschlossen wurde. In den 80er Jahren wurde der Ostteil zum Zentrum der West-Berliner alternativen Szene. Man nennt ihn SO-36, nach einem früheren Postzustellbezirk, oder auch Klein-Istanbul, da dort eine große türkische Gemeinde ansässig ist.

Mariannenplatz

Auch der Mariannenplatz befindet sich im Ostteil von Kreuzberg. Besonders sehenswert für Besucher sind die restaurierten Häuserfassaden, die aus der Gründerzeit stammen. Einen Besuch wert ist auch die im 19. Jahrhundert erbaute evangelische St. Thomas-Kirche am Nordende des Platzes. Häufig werden auf dem Mariannenplatz, der über eine Freiluftbühne verfügt, Straßenfeste veranstaltet. Seinen Namen verdankt der Mariannenplatz übrigens der preußischen Prinzessin Marianne von Oranien-Nassau (1810 – 1883).

Oberbaumbrücke

Eine weitere Kreuzberger Sehenswürdigkeit ist die Oberbaumbrücke, die die beiden Stadtteile Kreuzberg und Friedrichshain miteinander verbindet. Während des kalten Krieges verlief an dieser Stelle die Grenze zwischen dem Ostteil und dem Westteil Berlins. In der heutigen Zeit gilt die 1896 errichtete Brücke als Wahrzeichen von Friedrichshain-Kreuzberg. Einmal im Jahr findet an der Oberbaumbrücke die traditionelle Gemüseschlacht statt. Bei diesem Volksfest streiten sich Kreuzberger und Friedrichshainer miteinander um die Vorherrschaft im Bezirk. Überquert man die Oberbaumbrücke, hat man auch die Gelegenheit die weiter entfernten Straßen und Gebäude Kreuzbergs kennenzulernen.

Mehringdamm

Als Kreuzberg-Besucher sollte man sich auch den Mehringdamm nicht entgehen lassen. Entlang der 1,5 Kilometer langen Straße sind 21 Baudenkmäler zu bewundern. Ebenfalls als Sehenswürdigkeit gelten die fünf Friedhöfe vor dem Halleschen Tor, die sich zwischen dem Mehringdamm und der Zossener Straße befinden. Benannt wurde die Straße nach dem Politiker und Publizisten Franz Mehring (1846 – 1919).

Weitere Kreuzberger Straßen, die sich zum Flanieren eignen, sind die Bergmannstraße, der Chamissoplatz, die Görlitzerstraße mit dem Görlitzer Park sowie die Kottbusser Straße mit dem Kottbusser Tor.